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Un voyage au pays de Milosz, la Lituanie - Seite 3
Histoire et culture
Einige große Dichter sind für die Wiedergeburt dieses litauischen Staates eingetreten, indem sie nach Ende des Ersten Weltkrieges wie aus dem Nichts erstanden.
Aldona Ruseckaité, die Leiterin des Maironis-Museums für litauische Literatur in Kaunas, schreibt in einem dem Dichter Maironis gewidmeten Artikel: „Am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert ist Maironis eine Galionsfigur der litauischen Dichtkunst. (...) In seinen Werken verherrlicht der Dichter die heroische Vergangenheit seines Volkes im Gegensatz zu der trüben Gegenwart; er möchte zumindest einen Ahnen unter den Riesen der Vorzeit auferwecken und wenigstens ein kraftvolles Wort von alten Zeiten sprechen hören..."
„Seit langem rezitieren und singen die Litauer Gedichte von Maironis für sich selber und erst recht in den großen Augenblicken der Geschichte ihres Landes. Das Gedicht „Lietuva brangi" (teures Litauen) wurde in der Sowjetzeit zum wahren Widerstandslied gegen das Regime. Selbst bei Familienfesten singen die Litauer es im Stehen."
Man findet im Werk des Dichters O. V. de L. Miłosz diesen Willen, die vergangene Größe des Landes neu zu erwecken. In einem Artikel mit dem Titel „Miłosz und Litauen" schreibt Geneviève Druckutė von der Universität Wilna: „...das Land, das er kannte war dasjenige der Vergangenheit: Kampf mit den Rittern des Deutschen Ordens, Treue zum Glauben der Vorfahren, Gründung des Großfürstentums, Union mit Polen. (...) die historische Vergangenheit des Landes der Vorfahren hatte sich, für Miłosz wie für viele seiner Landsleute, seit langem zu einem Mythos verklärt. Eine der Besonderheiten dieser mythischen Sicht war eine gewisse Beziehung zur vergangenen Wirklichkeit, bei welcher der Stolz, zu einem so glorreichen Volk zu gehören, sich mit der Bitterkeit der Gegenwart vermischte."
In seinen Schriften hat der Dichter O. V. de L. Miłosz ein Bild seines Landes konstruiert, das tief in der Vergangenheit verankert ist und hat versucht, seine Vision von der Rolle, die Litauen einmal für Europa spielen könnte, mit anderen zu teilen.
„Wilna, die politische und religiöse Hauptstadt, die alte Stadt der Großfürsten, ist nicht allein das Herz und der Kopf Litauens, es ist der Geist, der aus dem litauischen Land lebendig macht, durchdrungen von seiner Vergangenheit und vom Vertrauen in seine Zukunft. Die moralische Bedeutung Wilnas ist gewaltig. Die altertümlichen Mauern dieser Stadt sind für das neue demokratische Litauen was Paris und Reims zusammen für die französische Republik bedeutet." (Auszug aus einem Artikel, der mit O. W. de L. Miłosz unterzeichnet ist und 1920 in der „Revue Baltique" und der „Revue Parlementaire" veröffentlicht wurde.)
Oscar Miłosz hat das spirituelle Erbe dieses kleinen Landes, das moralisch so stark ist, herausgestellt und war davon überzeugt, dass Litauen sogar ein Beispiel für die modernen Länder des Kontinents abgeben könnte. Litauen, mit seinen ewigen Werten wird den europäischen Staaten helfen, das wiederzufinden, was sie seit langem verloren haben.
Im Jahr 1655 erringt die nationale Armee einen Sieg über die Kosaken. Zu dieser Zeit wird die Kirche erbaut, zu Ehren des Friedens. In ihrem Innern werden auf den Basreliefs neben Heiligenviten auch militärische Szenen dargestellt.
Eine gewisse Anzahl von Monumenten macht einen seismologischen Eindruck, mit Kreuzen, die wie aus dem Fels hervorzuwachsen scheinen. Ein Mahnmal erinnert an die 14 Litauer, die 1991 starben, als sie Widerstand gegen die russische Armee leisteten, welche den Fernsehturm in Wilna einnehmen wollte.
Napoleon hat dort 19 Tage residiert, bevor er mit der Grande Armée Russland angriff. Doch dieser Angriff war erfolglos. Der Übergang über die Berezina gehört zu den in der Militärgeschichte unvergessenen Episoden.
1812 schreibt der Kaiser über Wilna, dass es eine seht schöne Stadt mit 40 000 Einwohnern sei und fügt hinzu: „Ich wohne in einem wunderbaren Palais wo vor Kurzem noch der Zar Alexander gewohnt hat, ohne zu ahnen, dass die Dinge sich für ihn so zum Schlechten wenden würden." In dieser Epoche ist folgendes Sprichwort in Litauen aufgekommen: „Der Himmel ist hoch und Frankreich sehr weit!"
Universitätsfakultäten für Literatur, Geschichte und - seit 2006 - für Philosophie.
Ihre 12 Innenhöfe, von denen einer im italienischen Stil mit offenen Galerien gestaltet ist, verleihen der Universität Eleganz. Sie wurde im Jahre 1579 vom Jesuitenorden gegründet. Im Innern ist sie mit Fresken und von zeitgenössischen Künstlern gestalteten Gemälden ausgeschmückt.
Auf dem Universitätsgelände findet sich die Johanneskirche, der „Musenvorhof", ein symbolisches Bronzegrab (Kenotaph) zu Ehren der heute ausgestorbenen baltischen Stämme. Man sieht Darstellungen heidnischer Gottheiten aus dem litauischen Pantheon, insbesondere auf den Mosaiken, welche die heilige Schlange (welche die Heimstatt beschützt) und den Donnergott Perkunas darstellen.
Aktualisiert (Mittwoch, den 18. März 2009 um 10:38 Uhr)



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